Marktkommentar

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Der Marktkommentar wird monatlich publiziert und beleuchtet aktuelle Themen aus der Perspektive des Anlegers.

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Folgen der Finanzrepression

Die Liquiditätsflutung, welche seit einigen Monaten gigantische Dimensionen angenommen hat, soll einerseits die Wirtschaft, andererseits die Finanzmärkte stützen. Doch die fiskalische Wirtschaftsunterstützung, die Staatsschuldenerhöhung und die Obligationenkaufprogramme der Zentralbanken laufen auf eine Monetarisierung von Staatsschulden und eine sogenannte «Finanzrepression» hinaus. 

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Eurozone-Aktien eignen sich als Ergänzung

Nachdem die amerikanische Zentralbank (Fed) lange Zeit die meiste Konjunkturstimulierung unter den wichtigen Zentralbanken erzielte und die Europäische Zentralbank (EZB) distanzierte, hat die EZB seit Juni nun massiv nachgelegt: Die Erhöhung der Liquiditätsflutung von EUR 750 Mrd. auf EUR 1’350 Mrd. stellt eine klare Wirtschafts- und Marktstimulierung für die Eurozone dar. 

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Attraktive Schweizer Aktien

Die Aktienmärkte haben sich beruhigt und tendieren nach oben, obwohl die Weltwirtschaft ein schwieriges Jahr hat. Die enorme und weiter zunehmende monetäre Flutung durch Zentralbanken und Regierungen schafft Liquidität, die in die Realwirtschaft und/oder in die Finanzmärkte gehen kann. Oft ist beides der Fall. Ein Hort der Stabilität und historisch guten Wachstums waren und sind Schweizer Aktien und der Schweizer Franken. 

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«3 Minuten mit CIO Gérard Piasko»

Die Finanzmärkte zeigen sich erholt, die monetären und fiskalischen Stützungen sind rasch erfolgt. Bei Aktien sind jetzt Schweizer Aktien interessant. Die Gründe hierfür erläutert Ihnen unser Anlagechef im neuen Video «3 Minuten mit CIO Gérard Piasko».

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Ähnlich, aber anders – 2020 verglichen mit 2008

Die Corona-Krise mag geringer erscheinen, doch vorüber ist sie nicht. Eine Erholungsphase könnte wegen längerfristigen Folgen weniger stark bzw. lang als bei früheren Krisen ausfallen. Denn die Ursache ist ja auch eine ganz andere als bei anderen Krisen wie zum Beispiel 2008. Das macht auch die Krisenbekämpfung viel schwieriger als früher, solange kein verlässlicher Impfstoff in ausreichenden Mengen vorhanden ist. Die defensive Diversifikation bleibt wichtig, weil Obligationen und Gold von den längerfristigen Folgen dieser besonderen Krise profitieren dürften.

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Ein «schwarzer Schwan»

Die globale Bevölkerung wird in ihrer Gesundheit so bedroht wie wohl seit der Spanischen Grippe nicht mehr. Die Volkswirtschaften und Finanzmärkte sehen sich einem sogenannten «schwarzen Schwan» ausgesetzt ‒ einem seltenen und unvorhersehbaren Phänomen mit unerwarteten Konsequenzen. Das steigende Risiko ist, dass die Viruskrise länger oder stärker wird als bisher vom Marktkonsens erwartet. Winston Churchill sagte mit Recht: «If you are going through hell, keep going.». Wir glauben, dass weiterhin eine vorsichtige Positionierung in den Finanzmärkten angebracht ist.

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Die drei Dimensionen der Virus-Wirkung auf die Weltwirtschaft

Leider bleibt der Coronavirus das bestimmende Marktthema. Weil es im Zeitalter der Globalisierung so etwas in diesem Ausmass noch nie gegeben hat, können die Auswirkungen nicht präzise genug abgeschätzt und quantifiziert werden. Szenarien können diskutiert werden, sind jedoch nicht als Prognosen zu verstehen. Die Wirkungen des Virus auf die Weltwirtschaft erfolgt in drei Dimensionen. Je nachdem, wie stark die Reaktion der Regierungen und Zentralbanken ausfällt, kann die negative Wirtschaftswirkung des Virus kompensiert werden. Gold dient in jedem Fall der Diversifikation und profitiert zudem von den erneut sinkenden Zinsen.

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«5 Minuten mit CIO Gérard Piasko»

Besonders in turbulenten Zeiten wie diesen erachten wir es als wichtig, regelmässig über die angespannte Marktlage und unsere gegenwärtige Anlagepolitik zu informieren. Mit unserem erstmals publizierten Video «5 Minuten mit CIO Gérard Piasko» informiert unser Anlagechef über die ökonomischen Veränderungen und erläutert die Trends der wichtigsten Anlageklassen mit aktuellem Bezug auf die Weltpolitik.

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Virus-Volatilität

Die Ausbreitung des aus China stammenden Coronavirus bestimmt die Medienschlagzeilen. Obwohl sich die Finanzmärkte erholt haben, sollte man das Thema dennoch nicht unterschätzen. Zwar haben sich in 2003 Wirtschaft und Aktien in China wieder erholt, doch ein Vergleich mit dem SARS-Virus vor 17 Jahren hinkt, weil China, verglichen mit damals, heute rund viermal so wichtig für die Weltwirtschaft ist. Zudem sind die von China verhängten Massnahmen für die globale, vor allem aber chinesische Wirtschaft auch einschneidender. Und schliesslich ist der Anteil des China-Geschäfts bei vielen wichtigen westlichen Firmen heute ebenfalls ungleich grösser als vor 17 Jahren. 

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Die Schweizer Wirtschaft im Jahr der Herausforderungen 2020

Die verschiedenen Faktoren, welche für die konjunkturelle Dynamik der Schweiz wichtig sind, zeigen zurzeit zwar nicht alle in die gleiche Richtung. Doch würde uns 2020, besonders bei weiter abnehmendem  Handelskonflikt, eine Verbesserung des Schweizer Wirtschaftswachstums nicht überraschen. Spezialfaktoren wie internationale Sportveranstaltungen, die als Dienstleistungsimporte für die Schweiz gelten, wirken 2020 zusätzlich positiv. Der Schweizer Privatkonsum hat sich verbessert und Frühindikatoren der Industrieaktivität zeigen ähnlich wie in anderen Ländern Zeichen einer Stabilisierung.

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Ein erster Blick ins Wirtschaftsjahr 2020

Jeder erste Blick ins kommende Wirtschaftsjahr 2020 muss provisorisch bleiben, weil sehr viel von den Details des geplanten, aber nicht sicheren, Handelsabkommens zwischen den USA und China abhängt. Die Finanzmärkte zeigen sich hoffnungsvoll, dass die Handelszölle wieder reduziert werden – vielleicht werden aber auch nur keine zusätzlichen Zölle dazukommen. Entsprechend gibt es allerdings noch kaum konklusive Anzeichen von Stabilisierung der globalen Industrieaktivität. Diese bleibt aber weiter fragil und von einem Handelsabkommen abhängig. Wichtig wird zudem die Frage, ob der bisher robuste globale Dienstleistungssektor sich halten kann. Uns würde es nicht überraschen, wenn die Weltwirtschaft auf unter Potenzial liegenden Wachstum bleibend seitwärts tendieren würde. 

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Ein erster Blick ins Wirtschaftsjahr 2020 - Cloned

Jeder erste Blick ins kommende Wirtschaftsjahr 2020 muss provisorisch bleiben, weil sehr viel von den Details des geplanten, aber nicht sicheren, Handelsabkommens zwischen den USA und China abhängt. Die Finanzmärkte zeigen sich hoffnungsvoll, dass die Handelszölle wieder reduziert werden – vielleicht werden aber auch nur keine zusätzlichen Zölle dazukommen. Entsprechend gibt es allerdings noch kaum konklusive Anzeichen von Stabilisierung der globalen Industrieaktivität. Diese bleibt aber weiter fragil und von einem Handelsabkommen abhängig. Wichtig wird zudem die Frage, ob der bisher robuste globale Dienstleistungssektor sich halten kann. Uns würde es nicht überraschen, wenn die Weltwirtschaft auf unter Potenzial liegenden Wachstum bleibend seitwärts tendieren würde. 

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USA und Europa – weiter signifikante Unterschiede

Obwohl dieses Jahr europäische Aktien wieder gegenüber US-Aktien aufgeholt haben, liegen sie im langfristigen Vergleich weiter klar hinter den USA. Es gibt es verschiedene wichtige Gründe, warum gerade die Aktien der Eurozone langfristig in der Performance weniger gut liefen als jene der USA. Auch wenn einige dieser Gründe ändern können, gehen wir nicht davon aus, dass sich alle so stark ändern, dass die langfristige Überlegenheit der USA gefährdet wird. Wir zeigen die wichtigen Unterschiede zwischen den USA und Europa auf – sowohl im Hinblick auf die Konjunktur wie auf die Aktienmärkte. 

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«Japanisierung» Europas?

Quantitative geldpolitische Lockerung, sinkende Zinsen, tief bewertete Bankaktien und Finanzrepression – all diese Entwicklungen, die wir in Europa sehen, haben wir in Japan schon vor vielen Jahren erlebt. Die Konklusion ist, dass Cash noch weniger attraktiv wird und ohne diversifizierte Risiken wahrscheinlich kaum positive Renditen möglich sind. 

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20 Jahre später – 1999 und 2019 – ein Zyklusvergleich

Der US-Konjunkturzyklus ist in diesen Wochen sehr alt geworden, genau genommen der älteste bzw. längste der gesamten Wirtschaftsgeschichte. Damit hat er den Zyklus der 90-er Jahre übertroffen. Wir zeigen im Folgenden Parallelen und Unterschiede zum Zyklus der 90-er Jahre auf. Der Zyklus der 90-er Jahre endete bekanntlich mit einer Bewertungserhöhung der globalen Aktien nach Zinssenkungen, die aber den Konjunkturabschwung letztlich nicht verhindern konnten, woraus sich eine Korrektur ergab. 

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Geopolitik, (billigeres) Geld und Gold

Verschiedene sogenannte «safe haven» Anlagen wie zum Beispiel Gold haben in den letzten Wochen Kursavancen gezeigt. Auch US-Treasuries, der japanische Yen oder der Schweizer Franken wurden von Anlegern aufgrund steigender Unsicherheiten gesucht. Wir glauben, dass bei ungelösten geopolitischen Rivalitäten und Problemen eine breite Diversifikation über alle Anlageklassen sinnvoll ist. Ein Dialog ist noch kein Deal – die geopolitische Rivalität zwischen den USA und China bleibt nach dem G-20 Gipfel in Osaka genauso bestehen wie die Probleme zwischen dem Iran und den USA.

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Geopolitik, (billigeres) Geld und Gold

Verschiedene sogenannte «safe haven» Anlagen wie zum Beispiel Gold haben in den letzten Wochen Kursavancen gezeigt. Auch US-Treasuries, der japanische Yen oder der Schweizer Franken wurden von Anlegern aufgrund steigender Unsicherheiten gesucht. Wir glauben, dass bei ungelösten geopolitischen Rivalitäten und Problemen eine breite Diversifikation über alle Anlageklassen sinnvoll ist. Ein Dialog ist noch kein Deal – die geopolitische Rivalität zwischen den USA und China bleibt nach dem G-20 Gipfel in Osaka genauso bestehen wie die Probleme zwischen dem Iran und den USA.

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Aktien oder Anleihen ‒ wer hat diesmal Recht?

Trotz erhöhter Volatilität zeigen die Aktienmärkte weiter klar höhere Kurse als zu Jahresbeginn. Andererseits sind die Obligationenrenditen seit Jahresbeginn global gesunken. Normalerweise laufen in einem expandierenden Wirtschaftszyklus diese beiden Konjunkturindikatoren parallel. Dass sie es nicht tun, wirft die Frage auf, wer wohl Recht hat – Aktien oder Anleihen?

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Erneuter Handelsstreit trifft die Aktienmärkte

Wie wir jüngst beschrieben hatten, passte die eine perfekte Welt antizipierende tiefe Volatilität und wieder recht hohe Bewertung der Aktienmärkte von Ende April nicht zur Realität der wirtschaftlichen Fundamentalfaktoren. Diese zeigten und zeigen eine nicht wirklich überzeugende globale Konjunktur mit Schwächen besonders in den Schwellenländern und Europa. Zudem hatten die Märkte auch einen perfekten, spannungsfreien Handelsdeal zwischen den USA und China bereits diskontiert. Doch wer Trumps Buch «The Art of the Deal» gelesen hat, wird von seinen neuen Zollerhöhungen gegen China von 10 % auf 25 % nicht wirklich überrascht. Eine Korrektur der Aktienmärkte, die auf Rekordhöchst waren wie in den USA oder die seit dem 4. Quartal 2018 speziell stark angestiegen sind wie Schwellenländer, besonders China, sowie der zyklischen Sektoren überrascht uns nicht. Durch die Reduktion der Aktienquote im April über Schwellenländer hatten wir uns darauf vorbereitet.

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MinVol-Aktien für den Fall unruhigerer Marktphasen

Die seit Jahresbeginn wieder deutlich gesunkene Volatilität zeigt eine gewisse Sorglosigkeit der Finanzmärkte, denn die erwartete Volatilität liegt inzwischen auch weit unter den historischen Durchschnitten. Auch der inzwischen überdurchschnittliche Anstieg der Aktienmärkte seit Jahresanfang zeigt einen ausgeprägten Marktoptimismus. Dies obwohl die US-Zinskurven zunehmend invers werden. Zwar bedeutet dies nicht unbedingt, dass alle Aktienmärkte nächstens fallen müssen, aber eine höhere Gewichtung von weniger volatilen Aktien (sogenannter MinVol-Aktien) zulasten von solchen mit mehr Volatilität macht jetzt Sinn. Ein klarer Anstieg der Volatilität der Aktienmärkte in den kommenden Monaten würde uns nicht überraschen, sind doch bisher keine Anzeichen für weniger Konjunkturabschwächung auszumachen. Die US-Zinskurveninversion bestärkt uns darin.

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Potenzielle Auswirkungen eines Handelsabkommens USA-China

Die Finanzmärkte gehen zunehmend von einer mindestens partiellen Lösung des Handelskonflikts zwischen den USA und China aus. Der Teufel steckt im Detail. Im Falle einer positiven Konfliktlösung könnten Rohstoffe und Aktien, die stärker von China oder asiatischen Zulieferketten abhängig sind, profitieren und der US-Dollar etwas nachgeben. Das Enttäuschungspotenzial bei einer Fortsetzung des Handelskonflikts ist allerdings nicht zu unterschätzen.

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Konjunkturabschwächung spricht für defensive Aktien mit Wachstumspotenzial

Die US-Zentralbank hat eine Kehrtwende in ihrer Ausrichtung der Zinspolitik vollzogen, d. h. sie nimmt mehr Rücksicht auf die Entwicklung der globalen Wirtschaft und Finanzmärkte. Das gleiche gilt für die Europäische Zentralbank, welche dieses Jahr kaum eine Zinserhöhung durchführen kann. Wenn sich Zentralbanken mehr auf eine globale Konjunkturabschwächung ausrichten, sollten sich Anleger auch auf eine schwächere Wirtschaft einstellen. Defensive Aktien mit Wachstumspotenzial in der relativ stabileren Dividenden- und Ertragsentwicklung und mit geringerer Volatilität sind in Phasen globaler Konjunkturabschwächung verglichen mit anderen Aktien zunehmend interessant. 

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Weniger Liquidität = mehr Volatilität

In der ersten Dezemberhälfte warnten wir vor der kommenden ansteigenden Volatilität der Märkte. Verschiedene Faktoren erhöhen die Volatilität. Einerseits strukturelle Gründe: weniger Liquidität an den Märkten, weniger monetäre Liquidität, Geopolitik, andererseits auch konjunkturzyklische Gründe (Konjunkturabschwächung). Wer weniger Volatilität will, sollte aber auf Aktien nicht verzichten (die Bewertungen sind schon zurückgekommen), kann jedoch defensiver durch Einsatz von Aktien mit geringerer Marktsensitivität oder höhere Gewichtung von sicheren Häfen wie US-Staatsanleihen oder Gold in diesen unsicheren, volatileren Zeiten vorgehen.

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Grenzen der Globalisierung

Angesichts der 2018 steigenden Volatilität in den Finanzmärkten stellt sich die Frage, was eigentlich der tiefere Grund für die zunehmende Unsicherheit ist, die diese Marktschwankungen verursacht. Könnte es sein, dass die Globalisierung an ihre Grenzen gelangt?

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Es bleiben politische Börsen

Angesichts der politischen Unsicherheiten in der Welt ist es einfach, pessimistisch zu werden – vielleicht etwas zu einfach. Die fundamentalen Faktoren sprechen eher für die Einstufung des Rückgangs im Oktober als klassische Herbstkorrektur und nicht als Bärenmarkt wegen einer Rezession. Doch die Geopolitik, speziell der Konflikt USA / China um Handel und andere Themen, dürfte die Volatilität (auf beiden Seiten) in den globalen Finanzmärkten weiterhin höher als üblich halten.

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