Marktkommentar

Marktkommentar

Der Marktkommentar wird monatlich publiziert und beleuchtet aktuelle Themen aus der Perspektive des Anlegers.

Marktkommentar

«Japanisierung» Europas?

Quantitative geldpolitische Lockerung, sinkende Zinsen, tief bewertete Bankaktien und Finanzrepression – all diese Entwicklungen, die wir in Europa sehen, haben wir in Japan schon vor vielen Jahren erlebt. Die Konklusion ist, dass Cash noch weniger attraktiv wird und ohne diversifizierte Risiken wahrscheinlich kaum positive Renditen möglich sind. 

Marktkommentar

20 Jahre später – 1999 und 2019 – ein Zyklusvergleich

Der US-Konjunkturzyklus ist in diesen Wochen sehr alt geworden, genau genommen der älteste bzw. längste der gesamten Wirtschaftsgeschichte. Damit hat er den Zyklus der 90-er Jahre übertroffen. Wir zeigen im Folgenden Parallelen und Unterschiede zum Zyklus der 90-er Jahre auf. Der Zyklus der 90-er Jahre endete bekanntlich mit einer Bewertungserhöhung der globalen Aktien nach Zinssenkungen, die aber den Konjunkturabschwung letztlich nicht verhindern konnten, woraus sich eine Korrektur ergab. 

Marktkommentar

Geopolitik, (billigeres) Geld und Gold

Verschiedene sogenannte «safe haven» Anlagen wie zum Beispiel Gold haben in den letzten Wochen Kursavancen gezeigt. Auch US-Treasuries, der japanische Yen oder der Schweizer Franken wurden von Anlegern aufgrund steigender Unsicherheiten gesucht. Wir glauben, dass bei ungelösten geopolitischen Rivalitäten und Problemen eine breite Diversifikation über alle Anlageklassen sinnvoll ist. Ein Dialog ist noch kein Deal – die geopolitische Rivalität zwischen den USA und China bleibt nach dem G-20 Gipfel in Osaka genauso bestehen wie die Probleme zwischen dem Iran und den USA.

Marktkommentar

Geopolitik, (billigeres) Geld und Gold

Verschiedene sogenannte «safe haven» Anlagen wie zum Beispiel Gold haben in den letzten Wochen Kursavancen gezeigt. Auch US-Treasuries, der japanische Yen oder der Schweizer Franken wurden von Anlegern aufgrund steigender Unsicherheiten gesucht. Wir glauben, dass bei ungelösten geopolitischen Rivalitäten und Problemen eine breite Diversifikation über alle Anlageklassen sinnvoll ist. Ein Dialog ist noch kein Deal – die geopolitische Rivalität zwischen den USA und China bleibt nach dem G-20 Gipfel in Osaka genauso bestehen wie die Probleme zwischen dem Iran und den USA.

Marktkommentar

Aktien oder Anleihen ‒ wer hat diesmal Recht?

Trotz erhöhter Volatilität zeigen die Aktienmärkte weiter klar höhere Kurse als zu Jahresbeginn. Andererseits sind die Obligationenrenditen seit Jahresbeginn global gesunken. Normalerweise laufen in einem expandierenden Wirtschaftszyklus diese beiden Konjunkturindikatoren parallel. Dass sie es nicht tun, wirft die Frage auf, wer wohl Recht hat – Aktien oder Anleihen?

Marktkommentar

Erneuter Handelsstreit trifft die Aktienmärkte

Wie wir jüngst beschrieben hatten, passte die eine perfekte Welt antizipierende tiefe Volatilität und wieder recht hohe Bewertung der Aktienmärkte von Ende April nicht zur Realität der wirtschaftlichen Fundamentalfaktoren. Diese zeigten und zeigen eine nicht wirklich überzeugende globale Konjunktur mit Schwächen besonders in den Schwellenländern und Europa. Zudem hatten die Märkte auch einen perfekten, spannungsfreien Handelsdeal zwischen den USA und China bereits diskontiert. Doch wer Trumps Buch «The Art of the Deal» gelesen hat, wird von seinen neuen Zollerhöhungen gegen China von 10 % auf 25 % nicht wirklich überrascht. Eine Korrektur der Aktienmärkte, die auf Rekordhöchst waren wie in den USA oder die seit dem 4. Quartal 2018 speziell stark angestiegen sind wie Schwellenländer, besonders China, sowie der zyklischen Sektoren überrascht uns nicht. Durch die Reduktion der Aktienquote im April über Schwellenländer hatten wir uns darauf vorbereitet.

Marktkommentar

MinVol-Aktien für den Fall unruhigerer Marktphasen

Die seit Jahresbeginn wieder deutlich gesunkene Volatilität zeigt eine gewisse Sorglosigkeit der Finanzmärkte, denn die erwartete Volatilität liegt inzwischen auch weit unter den historischen Durchschnitten. Auch der inzwischen überdurchschnittliche Anstieg der Aktienmärkte seit Jahresanfang zeigt einen ausgeprägten Marktoptimismus. Dies obwohl die US-Zinskurven zunehmend invers werden. Zwar bedeutet dies nicht unbedingt, dass alle Aktienmärkte nächstens fallen müssen, aber eine höhere Gewichtung von weniger volatilen Aktien (sogenannter MinVol-Aktien) zulasten von solchen mit mehr Volatilität macht jetzt Sinn. Ein klarer Anstieg der Volatilität der Aktienmärkte in den kommenden Monaten würde uns nicht überraschen, sind doch bisher keine Anzeichen für weniger Konjunkturabschwächung auszumachen. Die US-Zinskurveninversion bestärkt uns darin.

Marktkommentar

Potenzielle Auswirkungen eines Handelsabkommens USA-China

Die Finanzmärkte gehen zunehmend von einer mindestens partiellen Lösung des Handelskonflikts zwischen den USA und China aus. Der Teufel steckt im Detail. Im Falle einer positiven Konfliktlösung könnten Rohstoffe und Aktien, die stärker von China oder asiatischen Zulieferketten abhängig sind, profitieren und der US-Dollar etwas nachgeben. Das Enttäuschungspotenzial bei einer Fortsetzung des Handelskonflikts ist allerdings nicht zu unterschätzen.

Marktkommentar

Konjunkturabschwächung spricht für defensive Aktien mit Wachstumspotenzial

Die US-Zentralbank hat eine Kehrtwende in ihrer Ausrichtung der Zinspolitik vollzogen, d. h. sie nimmt mehr Rücksicht auf die Entwicklung der globalen Wirtschaft und Finanzmärkte. Das gleiche gilt für die Europäische Zentralbank, welche dieses Jahr kaum eine Zinserhöhung durchführen kann. Wenn sich Zentralbanken mehr auf eine globale Konjunkturabschwächung ausrichten, sollten sich Anleger auch auf eine schwächere Wirtschaft einstellen. Defensive Aktien mit Wachstumspotenzial in der relativ stabileren Dividenden- und Ertragsentwicklung und mit geringerer Volatilität sind in Phasen globaler Konjunkturabschwächung verglichen mit anderen Aktien zunehmend interessant. 

Marktkommentar

Weniger Liquidität = mehr Volatilität

In der ersten Dezemberhälfte warnten wir vor der kommenden ansteigenden Volatilität der Märkte. Verschiedene Faktoren erhöhen die Volatilität. Einerseits strukturelle Gründe: weniger Liquidität an den Märkten, weniger monetäre Liquidität, Geopolitik, andererseits auch konjunkturzyklische Gründe (Konjunkturabschwächung). Wer weniger Volatilität will, sollte aber auf Aktien nicht verzichten (die Bewertungen sind schon zurückgekommen), kann jedoch defensiver durch Einsatz von Aktien mit geringerer Marktsensitivität oder höhere Gewichtung von sicheren Häfen wie US-Staatsanleihen oder Gold in diesen unsicheren, volatileren Zeiten vorgehen.

Marktkommentar

Grenzen der Globalisierung

Angesichts der 2018 steigenden Volatilität in den Finanzmärkten stellt sich die Frage, was eigentlich der tiefere Grund für die zunehmende Unsicherheit ist, die diese Marktschwankungen verursacht. Könnte es sein, dass die Globalisierung an ihre Grenzen gelangt?

Marktkommentar

Es bleiben politische Börsen

Angesichts der politischen Unsicherheiten in der Welt ist es einfach, pessimistisch zu werden – vielleicht etwas zu einfach. Die fundamentalen Faktoren sprechen eher für die Einstufung des Rückgangs im Oktober als klassische Herbstkorrektur und nicht als Bärenmarkt wegen einer Rezession. Doch die Geopolitik, speziell der Konflikt USA / China um Handel und andere Themen, dürfte die Volatilität (auf beiden Seiten) in den globalen Finanzmärkten weiterhin höher als üblich halten.

Marktkommentar

Herbstvolatilität in den Aktienmärkten

Die Aktienmärkte haben über Nacht wieder Korrekturen gezeigt, Nikkei in Japan -3.7% und S&P 500 in den USA -3.1%. Die versuchten Terroranschläge auf CNN und demokratische Politiker wie Obama und Hillary Clinton haben die seit Anfang Oktober bestehende Unsicherheit der Marktteilnehmer verstärkt. 

Marktkommentar

Trumps Handelskrieg und die Weltwirtschaft

Dieses Jahr dominiert ein Politiker die Finanzmärkte wie kein anderer: US-Präsident Trump und sein Handelskrieg mit wichtigen Exportländern. Um sein Wahlkampfversprechen «make America great again» sowie bessere Chancen seiner republikanischen Partei in den US-Zwischenwahlen vom 6. November zu erreichen hat Donald Trump viel bewegt - doch er riskiert auch viel. Vor allem seine Verfünffachung des China aufgebürdeten Strafzollvolumens ist verantwortlich für die Differenz zwischen der Performance der US-Aktien (nach oben) und jener der Schwellenländer (nach unten) sowie auch für die enttäuschende Performance Europas. Trump hat mit seinen Initiativen den Konjunkturvorsprung der USA ausgebaut. Jedoch riskiert er bei einer weiteren Eskalation des Handelskrieges, dass die Weltwirtschaft 2019 Schaden nimmt. Dies könnte auch den Interessen der USA zuwiderlaufen.

Marktkommentar

Ausverkauf an den Börsen

Nach dem schwachen gestrigen Handelstag eröffneten auch heute die Börsen in Fernost und Europa im Minus. Der Hauptgrund für den jüngsten Ausverkauf sind sicher die gestiegenen Zinsen in den USA. Kurzfristig orientierten Anlegern empfehlen wir Technologieaktien zu verkaufen, speziell in den USA und China, und in defensive Sektoren wie zum Beispiel den Telekomsektor zu investieren. Langfristig sind die Fundamentaldaten weiterhin sehr positiv. Entsprechend sehen wir den aktuellen Rückgang als Korrektur im langfristigen Aufwärtstrend. Es handelt sich dabei um ein übliches Phänomen in einem fortgeschrittenen Marktzyklus.

Marktkommentar

Zehn Jahre nach Lehman

Zehn Jahre nach dem Lehman-Kollaps sind die USA weltweit so führend wie seit Präsident Reagan nicht mehr. Auch wenn Trump wahrlich nicht Reagan ist, bisher hat er den US-Märkten und der US-Wirtschaft geholfen – allerdings nicht den übrigen Regionen. Die überraschende Ankündigung der Verfünffachung des China angedrohten Strafzollvolumens durch Trump hat Schwellenländer- und Europa-Aktien belastet, jedoch US-Aktien unterstützt, die wir seit längerem übergewichten. Fundamental hat sich die US-Wirtschaft seit dem September 2008 massiv verbessert. Die Arbeitslosigkeit in den USA ist auf dem tiefsten Stand seit 50 Jahren, während die Arbeitslosigkeit in Europa, zum Beispiel Italien, auch jetzt noch höher ist als sie damals in den USA war.

Marktkommentar

Fokus US-Aktien

Wir erläutern unseren Fokus auf US-Aktien und bleiben US- gegenüber Welt-Aktien übergewichtet. Die US-Wirtschaft bleibt, sogar, wenn sie in den kommenden Monaten etwas weniger wächst, weiter überdurchschnittlich. US-Unternehmen haben die hohen Gewinn-Erwartungen im 2. Quartal wiederum übertroffen und dies bei über 80 % der Firmen. Die verschiedenen Bewertungsmethoden weisen nicht auf eine zu teure Bewertung von US-Aktien hin, besonders nicht im Vergleich zu US-Anleihen. Daher kann der US-Aktienmarkt auch mit höheren Zinsen leben, solange diese von gutem Wirtschaftswachstum begleitet sind, weil dann die Firmengewinne noch weiter steigen. Unser US-Aktien-Modul bietet ansprechende Performance und eine diversifizierte Form, um am wichtigsten Aktienmarkt der Welt zu partizipieren.

Marktkommentar

Rohstoffe und Inflation im Aufwärtstrend

In späten Phasen des globalen Wirtschaftszyklus werden die Produktionskapazitäten stark ausgelastet, weshalb mehr Ressourcen wie Arbeitskräfte, aber auch Rohstoffe, benötigt werden. Historisch führte dies oft zu einem Inflationsanstieg über höhere Preise für Rohstoffe. Höhere Importpreise wegen des eskalierenden Handelskonflikts und den US-Sanktionen gegen den Iran könnten Rohstoffpreis- und Inflationserhöhungen verstärken. Mit einem Rohstoffmodul kann steigender Inflation und Rohstoffpreiserhöhungen begegnet werden.

Marktkommentar

Kein italienischer Sommer?

Italien hat eine neue Regierung, deren Pläne auf Konfrontationskurs zur EU gehen, weil sich Italien im Stich gelassen fühlt. Die Verwirklichung der Wahlversprechen könnte eine massive Erhöhung des Budgetdefizits und Turbulenzen in der Eurozone auslösen. Europäische Aktien bergen höhere Risiken.

Marktkommentar

Worum es im Handelsstreit USA-China wirklich geht

Der Handelskonflikt USA-China ist nicht zu unterschätzen. Die Verhandlungstaktik von Präsident Trump könnte ähnlich wie bei Reagan gegen Japan in den 1980-er Jahren zu einem Kompromiss führen, der den Märkten Entlastung bringt. Die Positionen von beiden, den USA und China, sind verständlich. Letztlich geht es um nichts weniger als globale Dominanz bei geopolitisch wichtigen Technologien.

Marktkommentar

Geopolitik: Obligationen und Gold können bei temporären Aktienturbulenzen helfen

Die Finanzmärkte befinden sich im Bann neuer geopolitischer Spannungen, ausgelöst durch eine schärfere Politik der USA als Reaktion auf nicht mehr tolerierte Praktiken Russlands und Chinas. Aktienmärkte werden mittelfristig mehr von Gewinnen und Wirtschaftswachstum als von politischen Ereignissen getrieben. In temporären Phasen von geopolitischen Unsicherheiten haben historisch Obligationen höherer Qualität und Rohstoffe wie Gold ihre Funktion als sichere Häfen gezeigt. Deshalb sind Obligationen- und Rohstoffmodule sinnvolle Ergänzungen für ein komplettes Portfolio.

Marktkommentar

Fünf Faktoren für Schwellenländer

Wie alle Aktienanlagen zeigen auch Schwellenländer Risiken wie z. B. kurzfristig höhere Volatilität. Doch fünf Faktoren erhöhen die längerfristige Attraktivität: eine günstigere Bewertung als der Weltaktienindex, historisch weiterhin niedrig bewertete Währungen, höhere Technologiegewichtung, gutes Wirtschaftswachstum der Schwellenländer und steigende Rohstoffpreise. Solange der US-Dollar abwärtsgerichtet ist, sind Schwellenländeraktien besonders interessant.

Marktkommentar

Turbulente Zeiten – Ruhe bewahren

Die ersten Wochen des neuen Jahres begannen für die Märkte stark, ja zu stark. Nachdem im Januar die globalen Aktienmärkte historisch mit rund +5 % klar überdurchschnittlich gut begonnen hatten, erfolgte zuletzt eine grössere Konsolidierung bzw. Korrektur. Diese muss allerdings vor dem Hintergrund einer wirklich lange nicht erfolgten Marktkonsolidierung gesehen werden.

Marktkommentar

Optimismus ja, Euphorie nein

Wird es 2017 eine Jahresendrallye an den Aktienmärkten geben? Was in den verbleibenden Wochen des Jahres geschehen wird, ist nur bedingt wichtig. Es gilt, den Überblick darüber hinaus zu behalten. Und diese Aussichten geben Anlass zur Zuversicht.

Marktkommentar

Rohstoffpreise am Scheideweg

Wie sehen die mittelfristigen Aussichten für Rohstoffe aus? Wir geben eine Übersicht über die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte und die langfristigen Einflussfaktoren, welche das Bild für die kommenden Jahre positiv erscheinen lassen.

top