Devisenkommentar

Devisenkommentar

Der Devisenkommentar wird regelmässig publiziert und umfasst unsere Markteinschätzung für die sechs wichtigsten Währungspaare.

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Wichtige Hinweise

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass sich die nachstehenden Deviseneinschätzungen ausschliesslich an Personen mit Domizil Schweiz richten. Zudem bitten wir den Leser stets folgende Informationen zur Kenntnis zu nehmen:

Erstellungsdatum: 20. Juli 2018

EUR/USD 1,1665

EUR/USD ist gestern Vormittag weiter gesunken und hat kurz die 1,16-Marke durchbrochen. Im Laufe des Nachmittags hat sich die Gemeinschaftswährung etwas erholt und nach der Kritik von US-Präsident Donald Trump (siehe Bericht unten) am Zinspfad der US-Notenbank Fed den Eurokurs nach oben getrieben. Aktuell steht der Kurs bei 1,1665. Das Chartbild des EUR/USD Tagescharts ist weiterhin neutral einzuschätzen. Die psychologisch wichtige Marke von 1,1500 bleibt technisch gesehen weiterhin ein wesentlicher Unterstützungspunkt. Ein Durchbruch bei dieser Marke würde den kompletten Trend nach unten drehen und tiefere Kurse von 1,1300 anvisieren. Widerstände sehen wir bei 1,1700 und 1,1740. Trading-Range: 1,1580 – 1,1700.

Widerstände

1,1680

1,1700
Unterstützungen 1,1580 1,1550
EUR/CHF 1,1650

Grössere Bewegungen im EUR/CHF sind kurzfristig nicht zu erwarten. Die SNB hatte kürzlich ihre Inflationserwartung kürzlich weiter reduziert. Dies obwohl die Schweizer Wirtschaft sich auf stabilem Wachstumspfad befindet und die Inflation letztens etwas anzog. Damit bleibt eine Abkehr vom Negativzinsumfeld in weiter Ferne.

Gegenüber dem Schweizer Franken notiert die Gemeinschaftswährung etwas höher als gestern, aktuell bei 1,1650. Die technischen Indikatoren bleiben trotzdem positiv und wir erwarten einen weiteren Anstieg bis auf 1,1740. Wichtige Unterstützung sehen wir bei 1,1600. Trading-Range: 1,1600 – 1,1700.

Widerstände

1,1700

1,1740

Unterstützungen 1,1620 1,1600
USD/CHF 0,9995

Weiterhin knapp unter der Parität zeigt sich auch heute der US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken. Aktuell steht der Kurs bei 0,9990. Ein Tagesschluss über der Parität würde den Weg in Richtung 1,0050 und 1,0100 freimachen. Die technischen Indikatoren zeigen, solange wir nicht die wichtige Unterstützungslinie bei 0,9800 durchbrechen, weiterhin nach oben. Unser nächstes Kursziel bleibt bei 1,0050. Wichtige Unterstützung sehen wir bei 0,9940 und 0,9900. Trading-Range: 0,9950– 1,0100

 

Widerstände

1,0050

1,0100
Unterstützungen 0,9950 0,9900
USD/JPY 112,30

Etwas schwächer zeigt sich zu Wochenschluss der USD/JPY bei 112,30 nachdem er gestern noch knapp die 113-Marke erreicht hatte. Der übergeordnete Trend zeigt trotzdem nach wie vor nach oben mit Kursziel 113,40, kurzfristig stehen die Zeichen der Zeit aber auf Korrektur. Unter dem Tagestief von 112,30 kann es weiter abwärts auf 111,80 gehen. Danach bestünde Spielraum auf die Wochentiefs bei 111,50. Trading-Range: 111,80 – 113,00.

Widerstände 112,70 113,00
Unterstützungen

112,30

111,80
GBP/USD 1,3060

Das britische Pfund steht unterdessen weiter unter Druck. Nachdem zuletzt politische Turbulenzen rund um den Brexit sowie eine unerwartete Stagnation der Inflation für Druck auf den Kurs gesorgt hatten, fiel die britische Währung am Donnerstag nach schwachen Zahlen vom Einzelhandel zeitweise unter 1,30 Dollar erneut auf den schwächsten Stand seit September. Am Markt gehen Gerüchte um, dass die Bank von England auf der nächsten Sitzung anfangs August auf eine Zinserhöhung verzichten könnte. Zuletzt kostete ein Pfund wieder knapp über 1,30 Dollar. Das Pfund muss sich oberhalb von 1,3000 halten, um bullische Ausgangslage aufrechtzuerhalten. Im Bereich um 1,3000 Dollar stösst das Paar auf eine solide charttechnische Unterstützung. Ein Durchbruch bei dieser wichtig psychologischen Marke würde das Pfund weiter schwächen bis auf 1,2850. Widerstände sehen wir weiterhin bei 1,3200 und 1,3270. Trading-Range: 1,3000– 1,3200.

Widerstände 1,3140 1,3200
Unterstützungen

1,3000

1,2950

Trump-Kritik an US-Zinspolitik

US-Präsident Donald Trump hatte die Notenbank Federal Reserve (Fed) wegen der Erhöhung der Leitzinsen ins Visier genommen. "Ich bin nicht begeistert (...). Ich bin nicht glücklich, aber gleichzeitig lasse ich sie machen, was sie für das Beste halten", sagte Trump dem Fernsehsender CNBC laut einem vorab verbreiteten Bericht.

"Es gefällt mir nicht, dass wir all die Arbeit in die Wirtschaft stecken und dann sehen, wie die Zinsen steigen." Er sei besorgt, dass der Zeitpunkt schlecht gewählt sei und die USA jetzt im Nachteil seien, weil die EZB und die Bank von Japan weiter an ihrer Politik niedriger Leitzinsen festhielten. Die Fed hat in diesem Jahr die Leitzinsen bereits zwei Mal angehoben und ausserdem signalisiert, dass bis zum Jahresende zwei weitere Erhöhungen folgen könnten.

Trumps Sprecherin Sarah Sanders stellte im Anschluss klar, dass der Präsident die Unabhängigkeit der Fed respektiere. Die Notenbank selbst wollte keinen Kommentar abgeben, verwies aber auf eine Äußerung von Notenbankchef Jerome Powell aus der Vorwoche. Demnach nehme die Fed auf politische Erwägungen keine Rücksicht.

 

Widerstände    
Unterstützungen    
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