Devisenkommentar

Devisenkommentar

Der Devisenkommentar wird regelmässig publiziert und umfasst unsere Markteinschätzung für die sechs wichtigsten Währungspaare.

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Wichtige Hinweise

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass sich die nachstehenden Deviseneinschätzungen ausschliesslich an Personen mit Domizil Schweiz richten. Zudem bitten wir den Leser stets folgende Informationen zur Kenntnis zu nehmen:

Erstellungsdatum: 19. Juni 2019

EUR/USD 1,1190

Der Kurs des EUR/USD ist gestern unter die Marke von 1,1200 gefallen und wird aktuell bei 1,1190 umgesetzt. Grund dafür dürfte die Lockerung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sein (siehe Bericht unten). Mit weiteren Korrekturen nach unten bis auf 1,1150 und 1,1100 muss weiterhin jederzeit gerechnet werden. Bei einem Tagesschluss unter 1,1080 erwarten wir einen schwächeren Kurs bis auf 1,1000. Am oberen Ende sehen wir einen Widerstand bei 1,1240 und 1,1300. Trading-Range: 1,1150 – 1,1300.

Widerstände

1,1240

1,1300
Unterstützungen 1,1150 1,1100
EUR/CHF 1,1195

Mit 1,1195 zeigt sich heute der Euro gegenüber dem Schweizer Franken unter der 1,12-Marke. Der Schweizer Franken gilt weiterhin als sicherer Hafen für Anleger. Positive Signale, die für einen stärkeren Euro sprechen würden, sind derzeit nicht erkennbar. Die technischen Indikatoren zeigen, solange wir unter 1,1280 und 1,1300 bleiben, weiterhin nach unten mit einem neuen Kursziel von 1,1140 und 1,1120. Oben sehen wir neue Widerstände bei 1,1250 und 1,1280. Trading-Range: 1,1140– 1,1250.

Widerstände

1,1250

1,1280

Unterstützungen 1,1180 1,1140
USD/CHF 1,0000

Die Parität wurde gestern beim US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken erreicht aber noch nicht klar durchbrochen. Die technischen Indikatoren dürften bei einem klaren Durchbruch bei der psychologisch wichtigen Marke Parität, auf positiv drehen und höhere Kurse bis auf 1,0050 und 1,0100 avisieren. Oben sehen wir Widerstände bei 1,0000 und 1,0050. Trading-Range: 0,9880– 1,0050.

 

Widerstände

1,0050

1,0080
Unterstützungen 0,9940 0,9880
USD/JPY 108,30

Unverändert und sehr ruhig geht es im Moment beim USD/JPY zu und her. Das Währungspaar wird aktuell bei 108,30 umgesetzt. Grund für einen schwachen USD/JPY dürfte weiterhin die hohe Nachfrage am Markt nach sicheren Anlagehäfen wie dem japanischen Yen. Wir warten auf einen nachhaltigen Durchbruch bei 109,25 um eine weitere Bewegung bis auf 110,00 zu sehen. Kommt es alternativ zu einer nachhaltigen Schwäche unter 108,00, werden die positiven Aussichten negiert und der etablierte Abwärtstrend kann wiederaufgenommen werden. Trading-Range: 107,50– 109,25.

Widerstände

108,80

109,25
Unterstützungen

108,00

107,50
GBP/USD 1,2560

Brexit Unsicherheit verhindert weiterhin eine umfangreiche positive Dynamik beim Pfund. Aktuell wird das Cable bei 1,2560 umgesetzt und damit etwas höher als gestern am Morgen (1,2530). Nachdem das Paar an der 1,26-Marke gescheitert war, fiel es in den Bereich der psychologisch wichtigen Marke von 1,2500 zurück, da berichtet wurde, dass der britische Finanzminister Hammend bereit ist sein Amt niederzulegen, weil der den Ausgabenplänen von Premierministerin Theresa May nicht zustimmen kann. Hinzu kommt die Tatsache, dass der Brexit Hardliner Boris Johnson noch immer als führender Kandidat für die Rolle als Premierminister angesehen wird und dies belastet das britische Pfund. Die technischen Indikatoren zeigen weiterhin nach unten mit einem neuen Kursziel bei 1,2480. Ein nachhaltiger Ausbruch über 1,2770 könnte jedoch den Anstoss für eine Bewegung bis auf 1,3000 signalisieren. Zusätzlich für Bewegung dürfte weiterhin jede Meldung positiv oder negativ über den Brexit sorgen. Trading-Range: 1,2480 – 1,2770.

Widerstände 1,2580 1,2650
Unterstützungen

1,2500

1,2450
Aussicht auf billiges EZB-Geld belastet den Euro

Eine Rede des EZB-Präsidenten Mario Draghi setzte gestern am Vormittag die Zinsen für Staatsanleihen der Eurozone stark unter Druck und sorgte auch beim Euro für Kursverluste. Sollte sich der Wirtschaftsausblick nicht verbessern und die Inflation im Euroraum nicht anziehen, werde eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik erforderlich sein, sagte Draghi bei der Notenbankkonferenz der EZB im portugiesischen Sintra. "Wir werden alle Flexibilität innerhalb unseres Mandats nutzen, um unseren Auftrag zu erfüllen", versicherte der Notenbankpräsident. "In den kommenden Wochen wird der EZB-Rat überlegen, wie unsere Instrumente entsprechend der Schwere des Risikos für die Preisstabilität angepasst werden können", hiess es weiter. "Nach den Äusserungen Draghis erwarten wir, dass die EZB vermutlich schon auf ihrer nächsten Sitzung am 25. Juli eine Senkung des Einlagezinses von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent beschliesst", kommentierte EZB-Fachmann Michael Schubert von der Commerzbank. Der negative Einlagezins ist eine Art Gebühr für Geld, dass Geschäftsbanken bei der EZB parken.

 

 

 

 

 

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