Devisenkommentar

Der Devisenkommentar wird regelmässig publiziert und umfasst unsere Markteinschätzung für die sechs wichtigsten Währungspaare.

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Wichtige Hinweise: Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass sich die nachstehenden Deviseneinschätzungen ausschliesslich an Personen mit Domizil Schweiz richten. Zudem bitten wir den Leser stets folgende Informationen zur Kenntnis zu nehmen: Wichtige rechtliche Hinweise.

Erstellungsdatum: 21. Juli 2017

EUR/USD 1,1650

EZB schickt Euro auf Zwei-Jahres-Hoch! Der Kurs des EUR/USD ist gestern Nachmittag nach den geldpolitischen Beschlüssen der EZB über 1,1600 bis auf 1,1650 und damit auf den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren gestiegen. Die Leitzinsen und das milliardenschwere Wertpapierkaufprogramm wurden unverändert beibehalten und anders als von vielen Experten erwartet, hat sich die EZB weiterhin die Möglichkeit offen gehalten, bei Bedarf ihre Geldflut auszuweiten. Mario Draghi verwies auf die nach wie vor schwache Inflation und betonte die Notwendigkeit einer weiteren geldpolitischen Unterstützung. Die technischen Indikatoren zeigen nach dieser grossen Bewegung einen überkauften Euro an, was zu Korrekturen nach unten möglich macht. Erste Unterstützungen liegen neu bei 1,1585 und 1,1520, Widerstände lokalisieren wir bei 1,1675 und 1,1710. Trading-Range: 1,1585 – 1,1710.

Widerstände

1,1675

1,1710
Unterstützungen 1,1585 1,1520
EUR/CHF 1,1070

Auch zum Schweizer Franken legte der Euro deutlich zu. Das Währungspaar EUR/CHF notiert aktuell bei 1,1070 nachdem gestern der Kurs noch knapp unter 1,1000 gehandelt wurde. Die technischen Indikatoren zeigen weiterhin nach oben, Kursziel 1,1100. Ein Tagesschluss unter 1,0940 würde den Aufwärtstrend vorerst stoppen. Handelsbreite für die nächsten Tage liegt bei 1,1030– 1,1100.

Widerstände

1,1075

1,1100

Unterstützungen 1,1030 1,0980
USD/CHF 0,9500
Schwächer präsentiert sich heute gegenüber gestern der USD/CHF bei 0,9500. Der US-Dollar neigt seit einigen Tagen auf breiter Front zur Schwäche, unter anderem auch wegen dem Schwinden der Trump-Euphorie. Solange sich der EUR/USD nach oben bewegt, wird sich der US-Dollar weiter gegenüber dem Schweizer Franken abschwächen. Die technischen Indikatoren zeigen weiterhin nach unten. Mittelfristig rechnen wir weiter mit einer Abwärtstendenz und einem erneuten Test der Tiefststände bei 0,9450. Trading-Range: 0,9450 – 0,9570.
Widerstände

0,9550

0,9610
Unterstützungen 0,9450 0,9410
USD/JPY 111,80

Wenig Bewegung gab es beim USD/JPY der knapp unter 112,00 gehandelt wird. Die Bank of Japan hat das Ergebnis ihrer Sitzung schon in den frühen Morgenstunden Mitteleuropäischer Sommerzeit veröffentlicht hat. Sie hat ihre Inflationsprognose gesenkt und wird daher wohl vorerst an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhalten. An den Finanzmärkten zeigten die BoJ-Aussagen kaum Wirkung. Während der Dollar weiter unter Druck gerät, ist der vermeintlich sichere Yen-Hafen gesucht - mit dem steigenden Yen fallen vor allem Exportwerte zurück. Auf der unteren Seite erwarten wir die nächste Unterstützung bei 111,60. Auf der Oberseite wartet die nächste wichtige Widerstandsregion bei 113,30. Trading-Range: 111,60 – 113,30.

Widerstände 112,60 113,30
Unterstützungen 111,60 111,10
GBP/USD 1,2985

Erneut etwas tiefer als gestern, aktuell bei 1,2985, zeigt sich heute das britische Pfund gegenüber dem US-Dollar. Keine Auswirkung auf den Kurs ergab die erste konkrete Runde der Brexit-Verhandlungen in dieser Woche in Brüssel. Die technischen Indikatoren zeigen weiterhin nach oben und somit erwarten wir eine Bewegung bis auf 1,3150. Ein Durchbruch nach unten bei 1,2950 wäre ein Schwächesignal für das Pfund und wir könnten Kurse bis in die Region von 1,2800 und tiefer sehen. Trading-Range: 1,2950 – 1,3120.

Widerstände 1,3080 1,3120
Unterstützungen 1,3010 1,2950

XAU/USD 1'247 (Unze Gold)

Das Gold profitiert weiterhin vom schwächeren Dollar und steht aktuell bei 1'247. Die wichtige Hürde bei 1'240 wurde endlich durchbrochen und somit haben die technischen Indikatoren wieder auf positiv gedreht mit Kursziel bei 1'266. Analysten sehen die Entwicklung des Goldes weiterhing in enger Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der Aktienmärkte und Zinsen in den USA, die anhaltend starke Nachfrage nach diesem und anderen Edelmetallen aus Süd- und Ostasien schlägt sich derzeit nicht erkennbar in den Kursentwicklungen nieder. Trading-Range: 1'238– 1'255.

Widerstände 1'255 1'266
Unterstützungen 1'240 1'235

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