Aktuelles aus dem Blog

Ausblick 2015

08.12.2014 -

Die Aussichten fürs Aktienjahr 2015 sind gut. Zwar muss, wie so häufig, mit Rückschlägen gerechnet werden, doch hat die Vergangenheit gezeigt, dass die zwölf Monate vor und nach einer ersten Zinserhöhung in den USA grundsätzlich für Dividendenpapiere spricht. Die gute Börsenstimmung und auch der häufige Verweis auf saisonalen Rückenwind kann wie im Oktober jederzeit zu einer Abwärtsbewegung führen, jedoch empfehlen wir, eine solche für Zukäufe zu nutzen. Im Aufschwung dürfen auch einmal Gewinne mitgenommen bzw. eine kurzfristige Absicherung mit Put-Optionen vorgenommen werden. Wir empfehlen, stets in Schritten vorzugehen.

Daniel Egger

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Goldminentitel

11.08.2014 -

Während der Goldhausse waren die Unternehmen permanent auf der Suche nach neuen Lagerstätten, um die Produktion zu steigern. Exploration um jeden Preis war die Strategie der Branche, die Kosten spielten keine Rolle, schliesslich ging man von einem stetig höheren Goldpreis aus. Die Situation hat sich in der Folge des sinkenden Goldpreises stark verändert. Viele Explorationsprojekte sind inzwischen unrentabel, für einzelne Unternehmen sogar existenzbedrohend. Die Folge ist, dass sich der Sektor nun in einer Umbruchphase befindet. Priorität hat nicht mehr die Maximierung der Goldproduktion, sondern die Erhöhung des Shareholder Value. Da vor allem auch Titel kleinerer Goldproduzenten interessant sind, empfehlen wir eine Anlage via diversifizierte Anlagefonds, die den aktuell attraktiven Goldminensektor breit abdecken.

Robert Simoni

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Banken Europa

18.06.2014 -

Die EZB hat in ihrer letzten Sitzung zielgerichtete, langfristige Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO) angekündigt. Die zur Verfügung gestellten Gelder sollen die Banken in Form von Unternehmenskrediten in die Realwirtschaft einfliessen lassen. Anlagen in Aktien, Anleihen oder auch Baufinanzierungen sind untersagt. Die Überwachung gestaltet sich jedoch komplex, und die Strafe für eine Zuwiderhandlung schreckt auch nicht ab. Es wurde lediglich festgelegt, dass die Banken die Gelder bereits nach zwei statt nach vier Jahren zurückbezahlen müssen. Vom TLTRO können vor allem die südeuropäischen Häuser profitieren, die Gelder zu einem sehr tiefen Zinssatz aufnehmen und mit einer Marge versehen wieder ausleihen können. Auch aus Bewertungssicht ist der Sektor weiterhin interessant. Da bei einzelnen Banken ein gewisses Rechtsrisiko besteht – siehe BNP –, empfehlen wir eine Anlage via Sektor-ETF.

Robert Simoni

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Inflationsrisiken

16.04.2014 -

Es erscheint verfrüht, den Sieg der Notenbanken über die Inflation zu verkünden. Auch wenn mancherorts sogar von deflationären Risiken, etwa in der Eurozone, ausgegangen wird, möchten wir dieser Ansicht mit Nachdruck widersprechen. Die Risiken sind vielmehr in die andere Richtung gelagert. Bereits heute sind erste Anzeichen steigenden Preisdrucks erkennbar: So liegt die Kernrate der Inflation für die OECD-Länder über der Gesamtrate (inklusive Energie und Nahrungsmittel), zudem ist etwa in den USA seit zwei Jahren eine Steigerung des Lohnwachstums, wenn auch noch auf tiefem Niveau, festzustellen. Falls die Weltkonjunktur an Schwung gewinnt, wird die sich allmählich schliessende Produktionslücke bald wieder thematisiert werden. Dann werden die bisher stabilen Inflationserwartungen in den Industrieländern steigen, weshalb wir aktuell inflationsgeschützte Anleihen empfehlen.

Daniel Egger

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Die nächste Schwellenländerkrise?

12.02.2014 -

Die schwache Performance verschiedener Schwellenlandwährungen lässt den Begriff Schwellenländerkrise wieder häufiger in den Medien auftauchen. Das heisst jedoch nicht, dass eine Wiederholung etwa der Asienkrise vor der Tür steht. In den vergangenen gut fünfzehn Jahren haben sich verschiedene Faktoren in diesen Ländern verbessert, seien es das Ausmass der Auslandverschuldung, die Deckung von Bankkrediten durch Bankeinlagen, der Leistungsbilanz- oder der Haushaltssaldo. Wir denken, dass die aktuellen Turbulenzen in den kommenden Wochen einer Stabilisierung Platz machen und dass das Jahr 2014 rückblickend sogar als Einstiegsgelegenheit betrachtet werden wird. Aufgrund der grossen wirtschaftlichen Heterogenität unter den einzelnen Ländern empfehlen wir indes, fragilere Schwellenländer wie z.B. die Ukraine oder die Türkei derzeit zu meiden.

Daniel Egger

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